In Hamburg lebt jede*r Zweite in einer Single-Wohnung. In weniger als einem Viertel der Haushalte gibt es Kinder. Und die Mieten klettern unaufhaltsam in die Höhe. Wer dennoch einigermaßen zentral wohnen möchte, muss sich mit immer weniger Platz begnügen. Dabei sind die Alternativen längst da: über drei Projekte, die gemeinschaftliches Leben auf dem Land erproben. 

Wohnprojekte_Hamburg (c) Andrew Neel (unsplash.com)

Aus dem hamsterrad in den hühnerstall: Leben im Wohnprojekt

Noch ist die Stadt randvoll. Sie lockt mit einer guten Infrastruktur, einem großen kulturellen Angebot und attraktiven Arbeitsplätzen. Das ist das Angebot, das sie uns macht: Ich gebe dir Abwechslung und Shoppingcenter, du verzichtest auf den Garten und die frische Luft. Rein statistisch gesehen, zieht es immer mehr Menschen in die Metropolen. Weltweit sollen es jeden Tag 180.000 sein, die ihren Lebensmittelpunkt in die Stadt verlagern.

Aber es gibt auch eine Gegenbewegung. Manche wollen nur noch raus. Sie suchen eine andere Art des Zusammenlebens, eine bessere Gemeinschaft. Nachhaltig soll es sein, dieses Leben, bewusst und entschleunigt. Und es trägt viele Namen: Ökodorf, Hofgemeinschaft, Kommune, Wohnprojekt. Viele von ihnen sind genossenschaftlich organisiert. Manche verbindet ein gemeinsamer Glauben. Die meisten teilen aber einfach nur den Wunsch, die Stadt ganz weit hinter sich zu lassen. Ihre gemeinsame Mission: das gute, einfache Leben.

Wie es aussehen könnte, dem Trubel der Großstadt den Rücken zu kehren, zeigen diese drei Beispiele aus der Nähe von Hamburg:

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für wen eignen sich wohnprojekte?

Das gemeinschaftliche Leben außerhalb der Stadt bedeutet mehr Platz, mehr Freiheit, weniger Lärm. Es heißt aber auch: sich einlassen — auf die Bedürfnisse der Anderen, darauf, dass nicht alles sofort verfügbar ist, dass der Handyempfang manchmal schlecht und der nächste Pizza-Lieferservice weit weg ist. Wer auf einige dieser Annehmlichkeiten verzichten kann und stattdessen mehr Raum und eine echte Gemeinschaft sucht, für den sind alternative Wohnprojekte eine Überlegung Wert.

Links zu den beschriebenen Projekten:

Das Kleingedruckte: Warum ich hier über Wohnprojekte schreibe? Weil ich meine Leser*innen auch zu nachhaltigen Themen inspirieren will, die nichts mit Kommunikation zu tun haben. Und weil Artikel wie diese gleichzeitig eine Textprobe sind. 

Bildquelle: (c) Andrew Neel (unsplash.com)

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