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WISSEN · NACHHALTIGKEITS­KOMMUNIKATION

Nachhaltigkeits­kommunikation: komplexe Themen glaubwürdig vermitteln.

Nachhaltigkeitsthemen sind oft komplex. Gute Kommunikation macht sie verständlich, ohne sie einfacher darzustellen, als sie sind. Sie zeigt Fortschritte, aber auch Herausforderungen und Zielkonflikte – und schafft so die Grundlage für glaubwürdige Kommunikation.

Definition · Kriterien · Beispiele · Tipps

Wo es anfängt

01 — Definition

Was ist Nachhaltigkeits­kommunikation?

Nachhaltigkeits­kommunikation bezeichnet die Kommunikation über die soziale und ökologische Verantwortung einer Organisation und über die Zusammenhänge ökologischer, sozialer und ökonomischer Themen.

Sie kann nach innen wie nach außen gerichtet sein – etwa an Mitarbeitende, Kund:innen, Partner:innen, Investor:innen oder die Öffentlichkeit.

Dabei geht es nicht nur darum, Erfolge sichtbar zu machen. Glaubwürdige Nachhaltigkeits­kommunikation spricht auch über Herausforderungen, offene Fragen und Zielkonflikte. Gerade bei komplexen Themen ist entscheidend, Informationen so aufzubereiten, dass sie verständlich und zugänglich werden, ohne wichtige Zusammenhänge zu verkürzen.

02 — Kriterien

Was gute Nachhaltigkeits­kommunikation ausmacht.

01

Glaubwürdig

Sie basiert auf nachvollziehbaren Informationen und hat inhaltlich Hand und Fuß.

02

Dialogorientiert

Sie ist keine reine Einwegkommunikation. Statt nur zu senden, geht es auch ums Zuhören.

03

Zielgruppenspezifisch

Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Zugänge, Botschaften und Formate.

04

Emotional

Gute Kommunikation vermittelt nicht nur Fakten, sondern macht Themen auch durch Geschichten und konkrete Beispiele greifbar.

05

Selbstkritisch

Sie kehrt Schwierigkeiten und Rückschläge nicht unter den Teppich, sondern geht transparent mit ihnen um.

06

Zugänglich

Sie macht komplexe Zusammenhänge verständlich und vermeidet unnötig komplizierte oder irreführende Sprache.

03 — Glaubwürdigkeit

Erst machen, dann reden.

Kommunikation kann fehlende Nachhaltigkeitsarbeit nicht ersetzen. Wer über Nachhaltigkeit spricht, braucht deshalb zunächst ein solides inhaltliches Fundament.

Ein häufiger Fallstrick ist Greenwashing: Organisationen oder Produkte erscheinen in der Kommunikation nachhaltiger, als es ihre tatsächlichen Maßnahmen rechtfertigen.

Glaubwürdige Kommunikation bedeutet deshalb unter anderem, Aussagen nachvollziehbar zu machen, nicht nur über Erfolge zu sprechen und einzelne positive Aspekte nicht so darzustellen, als würden sie automatisch für das gesamte Unternehmen oder Produkt gelten.

Transparenz heißt dabei nicht, auf jede Frage bereits eine perfekte Antwort haben zu müssen. Auch Ziele, Herausforderungen und Dinge, die noch nicht gelöst sind, können Teil glaubwürdiger Kommunikation sein.

Kommunikation ist nicht der Ersatz für Veränderung.

Sie macht sichtbar, was tatsächlich passiert.

04 — Strategie

Nicht mit dem Format anfangen.

Die erste Frage sollte nicht lauten: „Was posten wir auf LinkedIn?“ Sondern: „Was wollen wir eigentlich vermitteln – und für wen?“

1

Verstehen

Wo steht die Organisation? Welche Nachhaltigkeits- oder Wirkungsthemen gibt es bereits? Was ist wesentlich?

2

Zielgruppen verstehen

Wen wollen wir erreichen? Was interessiert diese Menschen, welches Vorwissen bringen sie mit und welche Fragen haben sie?

3

Botschaften schärfen

Was soll hängen bleiben? Welche Zusammenhänge müssen erklärt werden? Wo braucht es Differenzierung statt Vereinfachung?

4

Formate wählen

Erst daraus ergeben sich passende Kanäle und Formate.

Welche Formate eignen sich für Nachhaltigkeits­kommunikation?

Nachhaltigkeits­kommunikation ist Teil der Unternehmenskommunikation und kann entsprechend viele Formen annehmen. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Kanäle zu bespielen, sondern diejenigen zu wählen, die zu Thema, Zielgruppe und vorhandenen Ressourcen passen.

Beispiele

  • Website-Texte und Themenseiten
  • Wirkungs- und Nachhaltigkeitsberichte
  • Interviews und redaktionelle Formate
  • PR und Öffentlichkeitsarbeit
  • Newsletter
  • LinkedIn und Social Content
  • Broschüren und andere Publikationen
  • Veranstaltungen und Dialogformate

Ein ausführlicher Bericht erfüllt dabei einen anderen Zweck als ein Social-Media-Post – und unterschiedliche Zielgruppen brauchen unterschiedliche Zugänge. Gute Nachhaltigkeits­kommunikation denkt deshalb nicht vom Kanal, sondern von Inhalt und Adressat:innen her.

05 — Heute

Nachhaltigkeits­kommunikation hat meinen beruflichen Weg lange geprägt.

Ich habe Sustainability Economics & Management studiert und arbeite seit rund zehn Jahren im Bereich Kommunikation und Redaktion. Nachhaltigkeit war dabei lange ein Schwerpunkt meiner Arbeit.

Heute arbeite ich breiter. Mein Schwerpunkt liegt auf strategischer Kommunikation für wirkungsorientierte Organisationen: Ich unterstütze Social Enterprises, NGOs und alle Unternehmen mit Haltung dabei, herauszuarbeiten, wofür sie stehen, ihre Botschaften zu schärfen und komplexe Themen verständlich zu vermitteln.

Meine Erfahrung mit Nachhaltigkeits- und Wirkungsthemen fließt dabei weiterhin in meine Arbeit ein.

Mehr zu meiner Kommunikationsberatung

06 — Kontakt

Ihr wollt eure Wirkung verständlich machen?

Wenn ihr Unterstützung dabei sucht, eure Positionierung, Botschaften oder Kommunikation zu schärfen, erzählt mir gerne davon.

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